Die Erreichung der Pariser Klimaziele steht auf dem Spiel. Voraussetzung für den Erfolg ist unter anderem das EU-Vorhaben, die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55% zu reduzieren. Für Unternehmen wird es daher immer wichtiger, zukunftsträchtige Innovationen zu finanzieren und Klimarisiken zu berücksichtigen.
Für Anlegerinnen und Anleger, die Klimarisiken und -chancen bei ihrer Kapitalanlage berücksichtigen möchten, haben wir ETFs aufgelegt, die Indizes gemäß den EU-Mindestanforderungen für Climate Transition Benchmarks (EU CTB) abbilden. Diese Indizes müssen gegenüber dem jeweiligen Anlageuniversum eine mindestens 30% niedrigere THG-Emissionsintensität aufweisen und folgen einem Dekarbonisierungspfad mit einer durchschnittlichen jährlichen Emissionsreduktion von mindestens 7%. Gleichzeitig werden ökologische (Environment – „E“), soziale (Social – „S“) und die verantwortungsvolle Unternehmens- bzw. Staatsführung (Governance – „G“) betreffende Kriterien berücksichtigt. Diese Indizes sind darauf ausgerichtet, mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens vereinbar zu sein. Die Fonds bieten damit die Möglichkeit, gezielt in ein Portfolio mit reduzierter CO2-Intensität und Übergewichtung, gegenüber dem Parent-Index, transitionsorientierter Unternehmen zu investieren. Details zum Selektionsmechanismus und den angewendeten Ausschlusskriterien bzw. der ESG-Strategie finden Sie in den Indexbeschreibungen, auf den Produktdetailseiten oder im Verkaufsprospekt der jeweiligen ETFs.
Unternehmen, die ihre CO2-Emissionen reduzieren und über ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell verfügen, werden hoch gewichtet.
Unternehmen, die bislang nicht zu einer Verringerung des CO2-Ausstoßes beitragen, werden stark untergewichtet.
Unternehmen, die gegen Prinzipien des UN Global Compact verstoßen oder Umsätze in kontroversen Geschäftsfeldern haben, werden ausgeschlossen.
Das von MSCI ESG Research entwickelte Modell bewertet, wie gut Unternehmen in Bezug auf den Klimawandel aufgestellt sind und vergibt so genannte Low Carbon Transition Scores (LCT Scores). Der LCT Score wird mit einem Wert zwischen 0 und 10 angegeben und ist ein Indikator dafür, wie hoch die Risiken und Chancen eines Unternehmens in Bezug auf den Klimawandel sind und wie gut diese Risiken im Unternehmen gemanagt werden.
Grundlage für die Zuordnung des LCT Scores ist die CO2-Intensität eines Unternehmens. Diese Kennzahl drückt aus, wie hoch die CO2-Emissionen im Verhältnis zum Unternehmenswert sind. Dadurch werden die direkten Emissionen des Unternehmens durch die eigene Produktion berücksichtigt. Bei Unternehmen, die Produkte weiterverarbeiten, deren Herstellung wiederum hohe CO2-Emissionen verursacht, werden diese Emissionen aus der Lieferkette, sogenannte Scope 3 Emissionen, ebenfalls mit einbezogen. Auch die Emissionen während der Produktnutzungsdauer (wie zum Beispiel die Nutzung eines Autos) werden berücksichtigt. Die Erhebung dieser Scope 3 Daten ist sehr komplex und bei vielen Unternehmen noch nicht vollständig möglich. Daher werden hierzu oft Schätzungen herangezogen, die verschiedenen Annahmen unterliegen. Um CO2-Emissionen für Unternehmen zu bestimmen, hat MSCI eine ganzheitliche Methode entwickelt, um Emissionsdaten von Unternehmen zu sammeln und diese zu schätzen, falls keine Daten von den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.
Im Index werden neben den Emissionsdaten der Unternehmen auch das Management in Bezug auf Klimarisiken bewertet. Bei der Bewertung des Managements analysiert MSCI einerseits, welche Ziele und Regeln sich das Unternehmen gesetzt hat, und andererseits inwiefern diese Ziele erreicht werden. Hierzu werden Unternehmensberichte sowie Strukturen innerhalb der Unternehmensführung analysiert, Performanceindikatoren einbezogen und Kontroversen berücksichtigt. Anhand ihrer LCT Scores können Unternehmen in fünf sogenannte LCT Kategorien eingeordnet werden. Unternehmen mit besonders niedrigen CO2-Emissionen, die z.B. durch ihre Produkte Lösungen zur Emissionsreduktion bieten fallen unter die Kategorie Solution. Unternehmen mit durchschnittlichen Emissionen und niedrigen Klimarisiken zählen in die Kategorie Neutral. Unter Operational Transition, Product Transition und Asset Stranding wiederum werden diejenigen Unternehmen gefasst, die hohe bis sehr hohe Emissionen haben und erhöhten Risiken durch den Klimawandel ausgesetzt sind.
Der Parentindex der jeweiligen Region (z.B. MSCI World) bildet das Grunduniversum für Titelauswahl und Gewichtung.
Alle Unternehmen werden auf produktspezifische Kriterien geprüft. Bei unseren Climate Change ETFs schließen wir Unternehmen aus, denen schwere Verstöße gegen den UN Global Compact nachgewiesen wurden oder die Umsätze im Geschäftsfeld der kontroversen Waffen haben.
Detaillierte Informationen zu Ausschlüssen und deren Grenzen entnehmen Sie dem Abschnitt ESG-Merkmale auf den Produktdetailseiten.
Die Unternehmen werden anhand der ermittelten Scores in die fünf LCT Kategorien unterteilt.
Die Unternehmen werden anhand ihrer Zuordnung zu den LCT Kategorien höher bzw. niedriger gewichtet. Innerhalb der Kategorien werden die Unternehmen mit höherem LCT Score zudem erneut höher gewichtet, solche mit geringeren LCT Scores hingegen niedriger.
Die spezifische Indexsystematik erlaubt es unseren Fonds, ihren CO2-Footprint im Verhältnis zum Vergleichsindex (z.B. MSCI World) erheblich zu reduzieren. Anders als bei vielen anderen Fonds wird dieser Effekt erreicht, ohne dass die breite Diversifikation verloren geht.
| Fondsname |
ESG-Rating
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ESG-Score
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CO2-Footprint
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Vergleichsindex
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CO2-Footprint Vergleichsindex
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CO2-Reduktion
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| ESG-Rating: Das MSCI Fund ESG Rating misst die Widerstandsfähigkeit von Portfolios gegenüber langfristigen Chancen und Risiken, die sich aus E (Environmental/Umwelt), S (social/sozialen) und G (Governance/Unternehmensführung) -Kriterien (ESG-Kriterien) ergeben. Es wird auf einer Skala zwischen AAA und CCC angegeben, wobei AAA die beste Bewertung darstellt. Das Rating entspricht einer direkten Übersetzung des MSCI Fund ESG Quality Scores. | ||||||
| ESG-Score: Der MSCI Fund ESG Quality Score wird auf einer Skala von 0 bis 10 angegeben, wobei 10 die beste Bewertung darstellt. Der Score basiert zunächst auf dem gewichteten Durchschnittswert der Bestände des ETFs. Anschließend wird das ESG-Momentum bewertet, welches anzeigen soll, ob die Bestände des Fonds einen positiven Ratingtrend oder einen sich verschlechternden Trend aufweisen. Schließlich wird das ESG-Tail-Risiko überprüft. Dabei wird untersucht wie viele Unternehmen im Fonds mit den schlechtesten ESG-Ratings der Klassen B und CCC bewertet sind. | ||||||
| CO2-Footprint: Die CO2-Intensität wird in t CO2e / Mio. USD EVIC (EVIC = enterprise value including cash, der Unternehmenswert) angezeigt und gibt an wie viel Treibhausgase die im Fonds investierten Unternehmen im Verhältnis zu ihrem Unternehmenswert emittieren. Bei der Berechnung der Kennzahl auf Fondsebene werden die CO2-Intensitäten der einzelnen Unternehmen anhand ihres Anteils am Fondsvolumen gewichtet. | ||||||
| Vergleichsindex: Der Vergleichsindex des ETFs ist der jeweilige breite Marktindex, bei dem keine ESG-Kriterien berücksichtigt werden. Dieser Index bildet das Grunduniversum der nachhaltigen MSCI Climate Change ESG Select CTB Indizes. | ||||||
| CO2-Footprint Vergleichsindex: Die CO2-Intensität wird in t CO2e / Mio. USD EVIC (EVIC = enterprise value including cash, der Unternehmenswert) angezeigt und gibt an wie viel Treibhausgase die im Index enthaltenen Unternehmen im Verhältnis zu ihrem Unternehmenswert emittieren. Bei der Berechnung der Kennzahl des Index werden die CO2-Intensitäten der einzelnen Unternehmen anhand ihres Anteils im Index gewichtet. | ||||||
| CO2-Reduktion: Dieser Wert gibt an, um wieviel Prozent die CO2-Intensität des Deka Climate Change ETFs unterhalb der CO2-Intensität des Vergleichsindex liegt. | ||||||
| Deka MSCI Germany Climate Change ESG CTB UCITS ETF | AA | 8,1 | 247 | MSCI Germany Index | 712 | 65% |
| Deka MSCI EMU Climate Change ESG CTB UCITS ETF | AA | 8,3 | 177 | MSCI EMU Index | 534 | 67% |
| Deka MSCI Europe Climate Change ESG CTB UCITS ETF | AA | 8,2 | 156 | MSCI Europe Index | 521 | 70% |
| Deka MSCI USA Climate Change ESG CTB UCITS ETF | A | 6,5 | 43 | MSCI USA Index | 200 | 79% |
| Deka MSCI Japan Climate Change ESG CTB UCITS ETF | AA | 7,8 | 206 | MSCI Japan Index | 609 | 66% |
| Deka MSCI World Climate Change ESG CTB UCITS ETF | A | 6,9 | 76 | MSCI World Index | 294 | 74% |
Quelle: ©2025 MSCI Solutions LLC. angegeben mit Genehmigung, abgerufen am: 12.01.2026 auf Grundlage der Fondsbestände per 30.12.2025. Obwohl die Informationsanbieter der Deka Investment GmbH, insbesondere die MSCI Solutions LLC und ihre verbundenen Unternehmen (die "ESG-Parteien"), Informationen (die "Informationen") aus Quellen beziehen, die sie für zuverlässig halten, übernimmt keine der ESG-Parteien eine Garantie oder Gewährleistung für die Originalität, Richtigkeit und/oder Vollständigkeit der hierin enthaltenen Daten und lehnt ausdrücklich alle ausdrücklichen oder stillschweigenden Garantien ab, einschließlich derjenigen der Marktgängigkeit und Eignung für einen bestimmten Zweck. Die Informationen dürfen nur für Ihren internen Gebrauch verwendet werden, dürfen in keiner Form vervielfältigt oder weiterverbreitet werden und dürfen nicht als Grundlage oder Bestandteil von Finanzinstrumenten oder Produkten oder Indizes verwendet werden. Darüber hinaus kann keine der Informationen an und für sich verwendet werden, um zu bestimmen, welche Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen sind oder wann sie zu kaufen oder zu verkaufen sind. Keine der ESG-Parteien haftet für Fehler oder Auslassungen in Verbindung mit den hierin enthaltenen Daten oder für direkte, indirekte oder besondere Schäden, Strafen, Folgeschäden oder andere Schäden (einschließlich entgangener Gewinne), selbst wenn sie über die Möglichkeit solcher Schäden informiert wurde.
Ihre Anlageentscheidung sollte nicht nur von Nachhaltigkeitsaspekten abhängen, sondern alle Eigenschaften des Fonds berücksichtigen. Diese finden Sie im Verkaufsprospekt und im Basisinformationsblatt.
Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Investmentprozess ist mit Nachhaltigkeitsrisiken und –chancen verbunden und kann sich sowohl positiv als auch negativ auf die Wertentwicklung des Fonds auswirken. Nachhaltigkeitsrisiken sind Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell wesentliche negative Auswirkungen auf den Wert der Investition des Fonds haben könnten. Eventuell kann die Anlagepolitik von individuellen Nachhaltigkeits- und Ethikvorstellungen abweichen.
Das Ziel, zu einer emissionsarmen Wirtschaft beizutragen, soll erreicht werden, indem verstärkt solche Unternehmen finanziert werden, deren Produkte und Technologien einen Beitrag zum Übergang in eine emissionsärmere Wirtschaft leisten können. Unternehmen mit hohen Treibhausgasemissionen oder Klimarisiken werden hingegen ausgeschlossen oder stark untergewichtet. Gegenüber dem jeweiligen konventionellen MSCI Index (Parentindex) wird der CO2-Footprint in den Deka Climate Change ETFs signifikant reduziert (siehe Tabelle „CO2-Footprints – ein Vergleich zum Parent-Index“).

Eine bewusste Streuung des Risikos ist die Grundlage eines erfolgreichen breiten Basis-Investments und sollte von Anlegerinnen und Anlegern im Auge behalten werden. Während bei ESG-Themenfonds der Fokus häufig auf einem Sektor liegt, bieten die Deka Climate Change ETFs sehr breite Portfolien.

Der Klimawandel kann erhebliche finanzielle Risiken für Unternehmen bedeuten, die sich nicht rechtzeitig anpassen. Ein Portfolio, das Klimarisiken systematisch berücksichtigt, kann daher Chancen eröffnen, mittel- bis langfristig von Transitionsprozessen zu profitieren.


Wir sind der Auffassung, dass sich Wirtschaft und Unternehmen an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen müssen. Unternehmen, die diese Anpassung nicht vollziehen, können aus unserer Sicht langfristig einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein.
| Fondsname | ISIN | SFDR 1 | Verwaltungsgebühren 2 | |
|---|---|---|---|---|
| Deka MSCI Germany Climate Change ESG CTB UCITS ETF | DE000ETFL540 | Artikel 9 | 0,20% | |
| Der Deka MSCI Germany Climate Change ESG CTB UCITS ETF bildet die Performance des MSCI Germany Climate Change ESG Select CTB Index (Preisindex) mittels physischer Replikation nach. Die anfallenden Erträge werden bis zu viermal jährlich ausgeschüttet. Die Fonds- und Handelswährung lautet auf Euro. | ||||
| Deka MSCI EMU Climate Change ESG CTB UCITS ETF | DE000ETFL557 | Artikel 9 | 0,20% | |
| Der Deka MSCI EMU Climate Change ESG CTB UCITS ETF bildet die Performance des MSCI EMU Climate Change ESG Select CTB Index (Preisindex) mittels physischer Replikation nach. Die anfallenden Erträge werden bis zu viermal jährlich ausgeschüttet. Die Fonds- und Handelswährung lautet auf Euro. | ||||
| Deka MSCI Europe Climate Change ESG CTB UCITS ETF | DE000ETFL565 | Artikel 9 | 0,26% | |
| Der Deka MSCI Europe Climate Change ESG CTB UCITS ETF bildet die Performance des MSCI Europe Climate Change ESG Select CTB Index (Preisindex) mittels physischer Replikation nach. Die anfallenden Erträge werden bis zu viermal jährlich ausgeschüttet. Die Fonds- und Handelswährung lautet auf Euro. | ||||
| Deka MSCI USA Climate Change ESG CTB UCITS ETF | DE000ETFL573 | Artikel 9 | 0,25% | |
| Der Deka MSCI USA Climate Change ESG CTB UCITS ETF bildet die Performance des MSCI USA Climate Change ESG Select CTB Index (Preisindex) mittels physischer Replikation nach. Die anfallenden Erträge werden bis zu viermal jährlich ausgeschüttet. Die Fonds- und Handelswährung lautet auf Euro. | ||||
| Deka MSCI Japan Climate Change ESG CTB UCITS ETF | DE000ETFL318 | Artikel 9 | 0,26% | |
| Der Deka MSCI Japan Climate Change ESG CTB UCITS ETF bildet die Performance des MSCI Japan Climate Change ESG Select CTB Index (Preisindex) (bis 31.01.2021 MSCI Japan Mid Cap Index) mittels physischer Replikation nach. Die anfallenden Erträge werden bis zu viermal jährlich ausgeschüttet. Die Fonds- und Handelswährung lautet auf Euro. | ||||
| Deka MSCI World Climate Change ESG CTB UCITS ETF | DE000ETFL581 | Artikel 9 | 0,26% | |
| Der Deka MSCI World Climate Change ESG CTB UCITS ETF bildet die Performance des MSCI World Climate Change ESG Select CTB Index (Preisindex) mittels physischer Replikation nach. Die anfallenden Erträge werden bis zu viermal jährlich ausgeschüttet. Die Fonds- und Handelswährung lautet auf Euro. | ||||
1 SFDR ist die Abkürzung für Sustainable Finance Disclosure Regulation. Dies ist der Name der Verordnung (EU) 2019/2088 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor. Die Verordnung verpflichtet Fondsanbieter u.a. Angaben dazu zu machen, ob und wie Nachhaltigkeitsrisiken bei ihrer Investmententscheidung einbezogen werden. Die Einstufung unter Artikel 8 bedeutet, dass der Fonds neben finanziellen Zielen auch Nachhaltigkeitsmerkmale berücksichtigt. Hat der Fonds eine nachhaltige Investition zum Ziel, so erfolgt die Klassifizierung unter Artikel 9. Die Angabe von Artikel 6 heißt, dass der Fonds in keine der beiden Nachhaltigkeitsklassen fällt.
2 Und sonstige Verwaltungs- oder Betriebskosten.
Bei den an dieser Stelle ausgewiesenen laufenden Kosten handelt es sich um eine Kostenschätzung.
Diese Kostendarstellung erfüllt nicht die Anforderungen an einen aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Kostenausweis, den Sie rechtzeitig vor Auftragsausführung erhalten werden. Bei Fragen zu den Kosten wenden Sie sich bitte an Ihren Kundenberater / Ihre Kundenberaterin.
Bei nachhaltigen Geldanlagen gibt es viele verschiedene Aspekte, die berücksichtigt werden können. Die Auswirkungen des Klimawandels sind vielfältig und bedrohen uns alle. Aus diesem Grund wurde Ende 2015 das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet – mit dem Bestreben, die globale Erderwärmung auf deutlich unter 2°C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die globalen Treibhausgasemissionen zukünftig stark gesenkt werden. Die EU hat den sogenannten Green Deal beschlossen, um die Wirtschaft der europäischen Union nachhaltig und zukunftsorientiert aufzustellen. In Bezug auf den Finanzmarkt umfasst der EU Green Deal auch die sogenannte EU Taxonomie, in welcher definiert wird welche Wirtschaftsaktivitäten als nachhaltig einzustufen sind. Bei der EU Taxonomie wird der Klimawandel mit höchster Priorität betrachtet.
Der globale Klimawandel hat jedoch nicht nur durch die Regulierung Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Unternehmen unterliegen Klimarisiken. Diese Risiken und der Umgang der Unternehmen mit diesen, haben Einfluss auf die Unternehmensbewertungen und damit auf den Aktienkurs der Unternehmen. Als Anlegerin bzw. Anleger haben Sie zudem eine Lenkungsfunktion und können entscheiden, welchen Unternehmen Gelder zufließen. Mit den Deka Climate Change ETFs erhalten Anlegerinnen und Anleger die Möglichkeit, klimabezogene Aspekte systematisch in die Kapitalanlage einzubeziehen und dadurch bestimmte klimabezogene Chancen und Risiken im Portfolio zu berücksichtigen.
Von Geldanlagen mit ESG-Bezug spricht man generell, wenn ökologische, soziale oder die Unternehmensführung betreffende Aspekte berücksichtigt werden. Diese Aspekte sind unter der Abkürzung ESG bekannt („Environmental“, „Social“, „Governance“).
Bei Geldanlagen mit Klimabezug – wie den Deka Climate Change ETFs – steht insbesondere der erste, umweltbezogene Aspekt im Fokus. Das bedeutet nicht, dass soziale und Governance-Aspekte unberücksichtigt bleiben: Es werden Mindeststandards angewendet, etwa die Einhaltung des UN Global Compact durch alle Unternehmen, deren Wertpapiere im Fonds enthalten sind. Im Mittelpunkt steht jedoch der Klimawandel und das Ziel, ein Portfolio so zu gestalten, dass es mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens vereinbar ist. Konkret bedeutet dies, dass die CO2-Emissionsintensität des Fonds deutlich geringer ausfällt als die eines marktbreiten Vergleichsportfolios (siehe Tabelle „CO2-Footprints – ein Vergleich zum Parent-Index“).
Die EU hat den sogenannten Green Deal beschlossen, um die Wirtschaft der europäischen Union nachhaltig und zukunftsorientiert aufzustellen. In Bezug auf die Finanzmärkte sollen die Finanzflüsse in nachhaltige Investitionen geleitet werden. Um dies zu erreichen hat die EU in der Verordnung (EU) 2020/18181 Mindestanforderungen an EU-Klimabenchmarks definiert.
Die Definition umfasst zwei Standards, die EU Paris-aligned Benchmarks (EU PAB) und die EU Climate Transition Benchmarks (EU CTB). Beide Anforderungen sollen dazu beitragen die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Konkret sieht der Standard vor, dass die Indizes im Gegensatz zum breiten Markt bei EU CTBs eine um mindestens 30% reduzierte CO2-Intensität aufweisen. Darüber hinaus muss die CO2-Intensität dieser Indizes jährlich um 7% im Gegensatz zum Vorjahr abnehmen. Außerdem dürfen Unternehmen aus den Geschäftsfeldern kontroverse Waffen und Tabakwaren, sowie Unternehmen, welche gegen die Prinzipien des UN Global Compact verstoßen oder sich erheblich umweltschädigend verhalten kein Bestandteil der EU CTB Indizes sein.
1 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32020R1818 .
Die physischen, direkten Klimarisiken liegen auf der Hand: Sie reichen vom Schmelzen der Gletscher bis hin zur globalen Häufung von Extremwetterlagen und Naturkatastrophen wie z.B. Waldbränden, Stürmen oder Überschwemmungen. Diese mit dem Klimawandel verknüpften Ereignisse werden zu veränderten Rahmenbedingungen für Unternehmen führen. So könnten direkte Folgen des Klimawandels für Unternehmen Sturmschäden an Gebäuden oder Verluste küstennaher Standorte sein.
Durch frühzeitige Anpassungen seitens der Unternehmen können diese unvermeidbaren Folgen des Klimawandels berücksichtigt und Schadensrisiken reduziert werden.
In gleichem Maße ergeben sich jedoch auch weitere, nicht offensichtliche Risiken für Unternehmen – sogenannte „Transitionsrisiken“. Diese entstehen beispielsweise durch veränderte politische Rahmenbedingungen, disruptive Technologien und Änderungen im Konsumverhalten der Verbrauchenden. Dies kann einzelne Unternehmen oder ganze Branchen betreffen, wie zum Beispiel den Energie- oder Automobilsektor. Konkret kann es sich hier um politische Maßnahmen, wie den Kohleausstieg oder die Einführung einer CO2-Steuer handeln. Aber auch eine Veränderung der Kundennachfrage beispielsweise hin zu Elektromobilität zählt zu Transitionsrisiken.
Unternehmen, die ESG- und insbesondere Klimarisiken systematisch in ihrer Unternehmensstrategie berücksichtigen, können solche Risiken tendenziell frühzeitiger identifizieren und darauf reagieren.
Der CO2-Footprint zeigt an, welche Mengen an Treibhausgasen durch Aktivitäten, Prozesse oder Handlungen freigesetzt werden. Diese Emissionen werden in der Einheit Tonnen CO2-Äquivalent angezeigt. Kohlendioxid (CO2) dient somit als Referenzgas. Alle anderen Treibhausgase werden anhand ihres Treibhauspotenzials, also ihrem Gesamtbeitrag zum Treibhausgaseffekt, in CO2-Äquivalente umgerechnet. Methan (CH4) hat beispielsweise ein Treibhauspotenzial von 28, bei einer Betrachtung über 100 Jahre2. Das heißt, dass eine Tonne CH4-Emissionen 28-mal so schwere Folgen für das Klima hat wie die Emission von einer Tonne CO2. Diese Emission einer Tonne Methan zeigt man daher als CO2-Footprint von 28 an. Auf diese Weise können alle Treibhausgasemissionen, die beispielsweise bei einer Fahrt mit dem Auto anfallen, umgerechnet und zu einer einzelnen Kennzahl, dem CO2-Footprint, addiert werden.
2 IPCC AR5 Synthesis Report, 2014, Seite 103, https://www.ipcc.ch/report/ar5/syr/ .
Nicht nur die Fahrt mit dem Auto oder das Heizen mit Öl beeinflussen den CO2-Footprint. Auch für Unternehmen oder Produkte kann der CO2-Footprint berechnet werden. Hierbei kann es zu Unterschieden kommen, je nachdem welchen Betrachtungsrahmen man wählt.
Diese unterschiedlichen Betrachtungsrahmen werden als „Scopes“ bezeichnet und in drei Kategorien eingeteilt.3 Scope 1 bezeichnet die direkten Treibhausgasemissionen eines Unternehmens. Dies sind Emissionen, die zum Beispiel durch Verbrennungsprozesse in eigenen Anlagen oder durch die Kraftfahrzeug-Flotte eines Unternehmens freigesetzt werden.
In die Kategorie Scope 2 fallen indirekte Emissionen, die mit eingekaufter Energie (z.B. Elektrizität, Wärme oder Kühlung) verbunden sind. Scope 3 wiederum umfasst die indirekten Treibhausgasemissionen, die über die gesamte Lieferkette und Produktnutzungsdauer hinweg erzeugt werden. Dazu zählen somit auch Emissionen, die beispielsweise beim Transport oder der Verwendung des Produkts entstehen.
Bisher ist es verbreitet bei den Emissionen eines Unternehmens die Summe der Scope 1 und 2 Emissionen anzugeben. Aktuell werden aber auch immer öfter die gesamten Emissionen, also Scope 1, 2 und 3 in Betracht gezogen.
3 Greenhouse Gas Protocol (GHG), https://ghgprotocol.org/ .
Fonds können je nach Zusammensetzung der enthaltenen Wertpapiere ein höheres oder niedriges CO2-Intensitätsniveau aufweisen. Als Vergleichszahl für zwei Portfolien dient die CO2-Intensität. Sie wird in t CO2e / Mio. USD EVIC (EVIC = enterprise value including cash, der Unternehmenswert) angezeigt und gibt an wie viel Treibhausgase die im Fonds investierten Unternehmen im Verhältnis zu ihrem Unternehmenswert emittieren. Bei der Berechnung der Kennzahl auf Fondsebene werden die CO2-Intensitäten der einzelnen Unternehmen anhand ihres Anteils am Fondsvolumen gewichtet. Wie stark sich diese Kennzahl zwischen unseren ETFs und dem Parent-Index unterscheidet, können Sie hier weiter oben auf dieser Seite einsehen.
Durch die Ausschlüsse von Emittenten und der Umgewichtung der verbliebenen Portfoliopositionen gemäß ihres Low Carbon Transition Scores (LCT Score), können die Deka Climate Change ETFs die CO2-Intensität ihrer Portfolios gegenüber den jeweiligen Parent-Indizes (z.B. MSCI World) reduzieren. Durch die verstärkte Investition in Unternehmen, die Lösungen für den Klimawandel bieten, werden diese gefördert. Dies können beispielsweise Unternehmen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz oder Mobilität sein. Anlegerinnen und Anleger können mit diesen ETFs gezielt in Portfolios investieren, deren Indexmethodik auf eine reduzierte CO2-Intensität und die Übergewichtung transitionsorientierter Unternehmen ausgerichtet ist. Ein unmittelbarer, messbarer Beitrag der Kapitalanlage zur Verminderung des Klimawandels lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Detaillierte Informationen zu den Ausschlusskriterien entnehmen Sie bitte dem Abschnitt ESG-Merkmale der jeweiligen Produktdetailseite (siehe untenstehende Links).
Der United Nations Global Compact ist eines der weltweit größten Corporate Responsibility Netzwerke von Unternehmen und der UNO. Der Global Compact, der am 26. Juli 2000 ins Leben gerufen wurde, strebt eine soziale und ökologische Globalisierung an. Er umfasst weltweit gültige Grundsätze, die sich aus grundlegenden Prinzipien der Menschenrechte, Arbeitsnormen, dem Umweltschutz und der Korruptionsbekämpfung ergeben.
Die 10 Prinzipien des Global Compact lauten wie folgt 4:
4 https://www.unglobalcompact.org/what-is-gc/mission/principles
ESG-Ratings und das ihnen zugrundeliegende Research bilden die ESG-Bewertung der Unternehmen. Im Regelwerk der Indizes, die von den jeweiligen ETFs abgebildet werden, sind klare Kriterien definiert, wer in die Indizes aufgenommen wird und wer nicht. Die ESG-Ratings werden von den ESG-Analysierenden des jeweiligen Datenanbietenden vergeben. Sie analysieren die ESG-Berichte der Unternehmen, werten Medienberichte aus und suchen auch den direkten Kontakt zu den bewerteten Unternehmen, um Fragestellungen in Bezug auf ESG-Themen zu klären. Anhand dieser Analysen beurteilen sie die Emittenten in den drei wesentlichen ESG-Kategorien Ökologie, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung.
Bei den Deka Climate Change ETFs wird die ESG-Analyse von MSCI ESG Research LLC durchgeführt. Das ESG-Rating soll die Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens gegenüber langfristigen und branchenrelevanten ökologischen, sozialen sowie Governance-Risiken (ESG-Risiken) messen. Hierfür verwendet MSCI eine regelbasierte Methodik, um Branchenführer oder Nachzügler anhand ihrer Betroffenheit von ESG-Risiken zu identifizieren. Dabei wird auch berücksichtigt, wie gut die Unternehmen in der Lage sind, diese Risiken im Wettbewerbsvergleich zu managen. Unternehmen mit hohem ESG-Rating erhalten Bestnoten von AAA oder AA. Unternehmen mit mittlerem ESG-Rating erhalten ein A, BBB oder BB und Unternehmen mit niedrigem ESG-Rating erhalten eine Bewertung von B oder CCC.
Nach heutigem Forschungsstand lässt sich nicht belegen, dass Indizes mit Klima- und ESG-Kriterien in ihrer Wertentwicklung grundsätzlich hinter konventionellen Vergleichsindizes zurückbleiben. Zahlreiche Studien deuten sogar auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Berücksichtigung klimabezogener Faktoren und einer stabileren langfristigen Entwicklung von Unternehmen hin. Ein solcher Zusammenhang ist jedoch nicht in jedem Einzelfall gegeben. Investments mit ESG- oder Klimabezug unterliegen zudem denselben allgemeinen Risiken wie konventionelle Investments (u.a. Marktrisiko, Währungsrisiken).
Die Gesamtkostenquoten unserer ETFs mit ESG-Merkmalen sind vergleichbar mit denen der nicht-ESG-Pendants. Es gibt somit keinen Kostenaufschlag für die Berücksichtigung von ESG-Aspekten.
ETFs haben immer zwei Seiten.
Der Fonds, auf den an dieser Stelle Bezug genommen wird, wird von MSCI weder gefördert, unterstützt noch beworben. MSCI übernimmt keine Haftung für jegliche Fonds oder Indizes, die diesen Fonds zugrunde liegen. Der Verkaufsprospekt enthält eine detailliertere Beschreibung der eingeschränkten Beziehung zwischen dem Lizenzgeber und der Deka Investment GmbH und jeglichen zugehörigen Fonds.
Diese Inhalte wurden zum Teil zu Werbezwecken erstellt. Alleinverbindliche Grundlage für den Erwerb von Deka Investmentfonds (ETFs der Deka Investment GmbH) sind die jeweiligen Basisinformationsblätter, die jeweiligen Verkaufsprospekte und die jeweiligen Berichte, die Sie in deutscher Sprache bei der Deka Investment GmbH, Lyoner Str. 13, D-60528 Frankfurt am Main und unter www.deka-etf.de erhalten. Eine Zusammenfassung der Rechte der Anlegenden in deutscher Sprache inclusive weiterer Informationen zu Instrumenten der kollektiven Rechtsdurchsetzung erhalten Sie auf www.deka.de/beschwerdemanagement. Die Verwaltungsgesellschaft des Investmentfonds kann jederzeit beschließen, den Vertrieb einzustellen.