Corporate Governance
Eine starke Stimme für die Interessen der Anleger

Für uns, die Deka Investment, hat die Vertretung der Interessen und Stimmrechte unserer Anleger gegenüber den Aktiengesellschaften einen hohen Stellenwert. Deshalb ist Corporate Governance für uns - als eine der größten Fondsgesellschaften Deutschlands - ein besonderes Anliegen. Wir sind der festen Überzeugung, dass eine gute Unternehmensführung langfristig der Schlüssel für die nachhaltige Wertsteigerung eines Investments ist.

Unser Anspruch: Die Anlegerinteressen im Fokus

Wir verstehen uns als Treuhänder im Interesse der Fondsanleger. Wir nehmen diese Verantwortung sehr ernst und vertreten die Stimmrechte im Sinne unserer deutschen Investoren. Ganz wichtig dabei ist unser Anspruch, die Aktionärsrechte all unserer Investoren aktiv wahrzunehmen, also sowohl für die aktiv gemanagten Fonds als auch für unsere ETFs. Im Vordergrund steht dabei stets die langfristige erfolgreiche Perspektive der Unternehmen.

Rückenwind durch Regulatorik

Ein wichtiger Treiber für das Thema Corporate Governance sind strengere regulatorische Anforderungen, etwa aktuell durch ARUG II. Diese Abkürzung steht für „Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie“, das zum Jahresbeginn 2020 in Kraft getreten ist und die Nachhaltigkeit und die Mitspracherechte von Anteilseignern stärken soll. ARUG II hat vor allem das Ziel, den Einfluss der Aktionäre bei börsennotierten Gesellschaften zu erhöhen und die Ausübung von Aktionärsrechten zu vereinfachen. Außerdem soll sie für mehr Transparenz bei der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sorgen.

Wir wollen den Wandel der Unternehmen begleiten und werden deshalb unsere Aktivitäten in diesem Bereich deutlich ausbauen.
Ingo Speich,
Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance, Deka Investment

Statistik-Snapshot

71 Prozent der Befragten halten es für wichtig, dass Fondsgesellschaften ihre Anleger auf Haupt­versammlungen vertreten

(Quelle: YouGov Deutschland GmbH )
Mehr als jeder zweite Befragte (56 Prozent) ist davon überzeugt, dass durch dieses Engagement der Aktienkurs des betroffenen Unternehmens langfristig steigt.
Die mittelbare Möglichkeit der Einflussnahme – etwa im Rahmen der Haupt­versammlungen – stellt für 41 Prozent der Aktienfonds-Anleger ein entscheidendes Kriterium bei der Fondsauswahl dar.

Corporate Governance in der Praxis

Die Experten der Deka engagieren sich auf vielen Ebenen, um die Rechte ihrer Anleger aktiv zu vertreten. Dabei stehen sie im ständigen Dialog mit den Unternehmenslenkern und hinterfragen Entscheidungen, aber vor allem auch Strategie, Ausrichtung und langfristige Perspektiven kritisch.

Engagement in der Deka Investment

1. Unternehmensgespräche

Analysten und Fondsmanager der Deka haben mehr als 1.500 Unternehmenskontakte. Dabei werden neben Corporate Governance-Themen auch soziale und umweltbezogene Aspekte angesprochen.

2. Ausüben der Stimmrechte

Abstimmungen werden genutzt, um den Wert ihrer Kapitalanlagen zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung in den Unternehmen zu unterstützen.

3. Auftritte auf Hauptversammlungen

Die Deka nutzt Abstimmungen und Engagement, um den Wert ihrer Kapitalanlagen zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung in den Unternehmen zu unterstützen.

4. Desinvestment / rechtliche Schritte

Wenn gravierende Verstöße gegen wichtige Standards vorliegen, können auch rechtliche oder finanzielle Sanktionen ergriffen werden.

Unsere Vertreter des Teams Nachhaltigkeit & Corporate Governance besuchen Hauptversammlungen der Unternehmen und nehmen als Treuhänder unserer Anleger deren Stimmrechte gemäß unserer „Grundsätze der Abstimmungspolitik“ wahr. Dabei legen sie den Fokus auf die Einhaltung von Corporate Governance-Themen, sowie weiteren Aspekten in Bezug auf Nachhaltigkeit. Informationen dazu wie die Deka Gruppe ihre Verantwortung in Bezug auf Nachhaltigkeit wahrnimmt finden Sie unter: www.deka.de/deka-gruppe/nachhaltigkeit

Zahlen & Fakten zur Abstimmungspolitik:

1.500

Unternehmenskontakte

Direkte Unternehmenskontakte in 2019 gab es rund 1.500 mal.
316

Hauptversammlungen

2019 haben die Deka-Vertreter auf 316 Hauptversammlungen abgestimmt.
3.853

Tagesordnungspunkte

Auf den Hauptversammlungen wurde über 3.853 Tagesordnungspunkte abgestimmt, davon 1.016 dagegen.

Zu den wichtigsten Corporate Governance-Themen gehören

  • Vorstandsvergütung (Vergütungsstruktur soll transparent und nachvollziehbar sein)
  • Zusammensetzung des Aufsichtsrates (z.B. sind Frauen in deutschen Aufsichtsräten noch deutlich unterrepräsentiert)
  • verantwortungsvolle Unternehmensführung (z.B. stärkere Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Themen)
  • Gewinnverwendung (Die Unternehmen sollen eine nachhaltige Ausschüttungspolitik anstreben)