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Weiter zwischen Bangen und Hoffen

Der Krieg gegen den Iran begann am 28. Februar und entpuppte sich, anders als von US-Präsident Donald Trump erwartet, nicht als kurze Mission. Als der Iran dann auch die Straße von Hormus sperrte und die Ölversorgung vor allem für Asien unterbrach, schossen die Ölpreise nach oben. Um 63,3 Prozent verteuerte sich die Sorte Brent. Kein Wunder, dass die Märkte im März meist nur eine Richtung einschlugen: abwärts. Am stärksten erwischte es die Emerging Markets mit einem Minus von 13,3 Prozent, gefolgt von Japan mit dem Nikkei mit 13,2 Prozent. Den DAX drückte ein Verlust von 10,3, den Euro STOXX 50 von 9,3 Prozent. Die Märkte in den USA, die wegen eigener Produktion nicht abhängig vom Öl aus Nahost sind, zeigten sich etwas widerstandsfähiger. Um 5,1 Prozent fiel der S&P 500. Für den Nasdaq Composite, unterstützt vom KI-Boom, waren es nur minus 4,8 Prozent.

Zahlen und Fakten
2,803
Mithin verringerten sich die AuM der in Europa gehandelten ETPs im März um 4,8 % auf 2,803 Bio. Euro.
3.504
Die Zahl der gehandelten Produkte dagegen stieg leicht, um 1,3 % auf nunmehr 3.504.

Die Blockade der Straße von Hormus und der Krieg brachten die Rohstoffmärkte generell unter Druck. Der S&P Global Base Metal stürzte um 13,1 Prozent ab. Selbst das Gold, eigentlich als Sicherheitsalternative geschätzt, verzeichnete kräftige Verluste. Der Unzenpreis sank um 11,6 Prozent. Die Währungsmärkte dagegen waren wenig beeindruckt. Der US-Dollar gewann sogar 2,2 Prozent gegenüber dem Euro. So waren mehr als 70 Prozent der in Europa gehandelten Exchange Traded Products (ETPs) mit Minuszeichen versehen. Von den Länderfonds erwischte es am stärksten Korea. Die hohe Abhängigkeit von Nahost-Öl ließ die Kurse um rund 24 Prozent fallen. Auch Goldminenwerte wurden abgestoßen, was zu Verlusten bis zu 20 Prozent führte. Kryptowährungen, ohnehin im Abwärtstrend, wurden ebenfalls um 20 Prozent gedrückt. Für Indien-Fonds betrug das Minus bis zu 13 Prozent.

Gewinner waren vor allem Rohstoffprodukte mit dem Thema Energie, insbesondere mit Bezug zu den Ölpreisen. 50 Prozent Gewinn waren für sie drin, mit Hebel sogar noch mehr. Das galt natürlich auch für Short-ETPs auf die einzelnen Aktienmärkte. Mit dem richtigen Produkt auf den großen Verlierer Korea konnten Anlegende so gehebelt mehr als 40 Prozent kassieren.

Europäischer ETP-Markt

Anlageklassen

Bei den Flows, dem Nettomittelaufkommen, zeigte sich, dass doch eine Reihe von Anlegenden die gesunkenen Kurse nutzten. Den Aktien flossen so 8,8 Milliarden Euro zu. Die Anleihen verloren dagegen Nettomittel von 2,4 Milliarden Euro. Der Verlust bei den Rohstoffen blieb mit 65,9 Millionen Euro vergleichsweise gering. Der Geldmarkt verbuchte Nettomittel von 2,8 Milliarden Euro.

Zahlen und Fakten
2,019
Die Aktien verloren 5,4 Prozent auf aktuell 2,019 Billionen Euro.
508,7
Für die Anleihen verlief es glimpflich. Das Minus betrug nur 1,7 % auf 508,7 Mrd. Euro.
207,8
Die Rohstoffe verloren am stärksten: ein Minus von 8,4 % auf 207,8 Mrd. Euro.
41,7
Der Geldmarkt profitierte, er steigerte sein Volumen um 7,6 % auf 41,7 Mrd. Euro.
Entwicklung AuM in Assetklassen in % (indexiert, rollierend 5 Jahre)
Netto-Mittel: Ab- und Zuflüsse nach Anlageklassen in Mio. Euro (März 2026)

Netto­mittel­abflüsse

Verlierer waren vor allem Aktien des Finanz­sektors, mit Abflüssen von 3,7 Milliarden Euro. Aus Aktien außerhalb der großen Indizes flossen 2,3 Milliarden Euro ab. 2,1 Milliarden weniger waren es für Euro-Hochzins­anleihen. Euro-Unternehmens­anleihen mussten auf 1,7 Milliarden Euro verzichten. Für Edel­metall­fonds gab es Abflüsse von 882,5 Millionen Euro.

Netto­mittel­zuflüsse

Bei den Anlage­kategorien waren es trotz Krise wieder die Globalen Standard­aktien, die die Gewinner­liste wie im Vormonat anführten. Ihnen flossen 6,6 Milliarden Euro zu. Gefolgt wurden sie von Standard­aktien der Eurozone mit 2,8 Milliarden Euro. 1,8 Milliarden Euro schafften geldmarkt­nahe Produkte. 1,7 Milliarden Euro gab es für Aktien des Energie­sektors. 1,5 Milliarden Euro waren es für US-Standard­aktien.

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