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Auftakt zwischen Mut und Angst

„Wie der Januar – so das Jahr." Dieser Börsenspruch machte nach dem Januar Mut trotz aller Unsicherheiten und Ängste. Man denke nur an Grönland und neue amerikanische Zolldrohungen. Doch nachdem Präsident Trump angesichts entschlossener Gegenwehr der Europäer vorerst zurückgerudert war, schüttelten die Kurse Schwächetendenzen erst einmal wieder ab und der Monat endete im Plus.

Am stärksten legten die Emerging Markets zu, plus 8,95 Prozent. Auch der Nikkei 225 zog kräftig an, um 5,9 Prozent, beflügelt auch durch Premierministerin Tai, die zudem auf Neuwahlen zusteuert. Der Shanghai Composite konnte sich trotz deflationärer Tendenzen in China um 3,9 Prozent verbessern. Mit 3,3 Prozent folgte der STOXX Europe 50. In Amerika sah es dagegen bescheidener aus. Der S&P 500 schaffte 0,6 Prozent, der Nasdaq Composite nur 0,2 Prozent. Der DAX blieb mit 0,2 Prozent ebenfalls zurückhaltend.

Zahlen und Fakten
2,835
Neue Rekorde – der AuM erhöhte sein Volumen um 4,2 % auf 2,835 Bio. Euro.
3.339
Die Zahl der gehandelten Produkte verringerte sich leicht um 1,7 % auf 3.339.

Heftige Schwankungen gab es bei den Edelmetallen, insbesondere bei Gold und Silber. Der Goldpreis überschritt kurzfristig die Marke von 4.500 Euro je Feinunze, begann dann aber kurz vor Monatsende kräftig zu fallen. So wirkte sich der Kursverfall, der sich Anfang Februar noch verstärkte, in der Monatsbilanz des Januars noch nicht richtig aus. Der Goldpreis erzielte so noch ein Plus von 12,8 Prozent. Ähnlich erging es dem Silberpreis. Die Monatsbilanz wies noch ein Plus von 11,7 Prozent aus. Auch Basismetalle mit dem S&P Global Base Metal Index verbuchten ein Plus von 13,3 Prozent. Der Ölpreis drehte nach Monaten der Schwäche klar ins Plus, um 14,2 Prozent ging es aufwärts, zum Teil beeinflusst durch die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Der Dollar neigte weiterhin zur Schwäche und verlor gegenüber dem Euro 0,9 Prozent. Heftige Kurskorrekturen gab es auch bei Kryptowährungen, die schon im Dezember auf der Verkaufsliste standen. Bitcoin unterschritt Ende Januar die 70.000 und fiel Anfang Februar sogar unter 60.000 Euro.

Die Liste der in Europa gehandelten Exchange Traded Products (ETPs), also Notes und Fonds, wurde wieder von den Edelmetallen angeführt, bis zu 40 Prozent mit Silber- und 17 Prozent mit Goldprodukten. Mit 26,5 Prozent konnte sich mit Südkorea ein klassischer Länderfonds oben halten, gefolgt von der Türkei mit 22,2 Prozent. Gut gesucht waren auch Energiefonds, die rund 21 Prozent zulegen konnten. Angesichts der global anhaltenden Kriege und Spannungen verbesserten sich Fonds mit Rüstungsgütern um rund 16 Prozent.

Die Verliererseite wurde weiterhin von Kryptowährungen dominiert. Produkte damit gaben bis zu 30 Prozent ab. Von den Länderfonds verlor Indien mit 6,4 Prozent nur bescheiden.

Europäischer ETP-Markt

Anlageklassen

Bei den Flows, dem Nettomittelaufkommen, war bemerkenswert, dass aus den Rohstoffen trotz erhöhtem Volumen mehr Gelder abgezogen wurden – 688 Millionen Euro weniger. Bei den Aktien flossen 36,7 Milliarden Euro zu, bei den Anleihen 9,3 Milliarden Euro. Der Geldmarkt profitiert von 1,5 Milliarden Euro frischen Mitteln.

Zahlen und Fakten
2,043
Die Aktien schafften plus vier Prozent auf aktuell 2,043 Billionen Euro.
506,5
1,7 Prozent Zugewinn auf 506,5 Milliarden war das Ergebnis für die Anleihen.
218,6
Die Rohstoffe verbesserten sich um 13,9 Prozent auf 218,6 Milliarden Euro.
37,4
Der Geldmarkt stieg um 4,4 Prozent auf nunmehr 37,4 Milliarden Euro.
Entwicklung AuM in Assetklassen in % (indexiert, rollierend 5 Jahre)
Netto-Mittel: Ab- und Zuflüsse nach Anlageklassen in Mio. Euro (Januar 2026)

Netto­mittel­abflüsse

Kräftige Abflüsse gab es trotz noch positiver Kurse bei den Edel­metallen. Sie verloren im Januar 1,2 Milliarden Euro an Volumen. Ähnlich war das Verhalten bei China-Aktien. Steigende Kurse dort wurden mit Abflüssen von 448 Millionen Euro quittiert. Aktien aus Australien und Neuseeland verloren 431,2 Millionen Euro. Vorsicht herrschte auch bei Aktien der Private-Equity-Branche, ein Minus von 285,2 Millionen Euro. Amerikanische Wachstums­aktien mussten Verluste von 280,1 Millionen Euro hinnehmen.

Netto­mittel­zuflüsse

Herunter­gebrochen auf einzelne Anlage­kategorien führten globale Aktien-Standard­werte die Gewinner­liste an. Sie verbuchten 8,3 Milliarden Euro. Gefolgt wurden sie von globalen Schwellen­länder-Aktien mit 4,8 Milliarden Euro. Auf dem dritten Gewinner­platz profitierten Aktien von Anbietern globaler Industrie­materialen mit 3,3 Milliarden Euro. Für Europäische Aktien-Standard­werte gab es 2,2 Milliarden Euro. 2,1 Milliarden Euro waren es für Anleihen außerhalb von Standard­indizes.

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